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Was bedeutet "analog" eigentlich?

 

 

Analog: Genauigkeit von Daten

 

Das deutsche Fremdwort "analog" ist ein Lehnwort aus dem Griechischen. Dort kann "analogos" mit "verhältnismäßig" übersetzt werden. Ein Beispiel: die Rillen einer Schallplatte. Im Verhältnis zur Tonfolge der Aufnahme ist ein spezielles Rillenmuster entstanden. Im Verhältnis zu genau diesem Rillenmuster können beim Abspielen elektronische Impulse wiederum in ein Lautsprechersystem übermittelt werden.

 

 

Genau so funktionierte jahrelang der analoge Rundfunk (als auslaufendes Modell): Die ausgesendeten elektronischen Impulse hatten die Form von ausgesteuerten Sinuswellen – jeweils vergleichbar, also verhältnismäßig zu der Tonfolge und -intensität, was tatsächlich an Geräusch geschehen war. Ein weiteres Beispiel: der VCR-Videorecorder. Auf diesem Wege wurden früher die Fernsehsendungen magnetisch aufgezeichnet, d. h., die magnetische Ladung verteilte sich vergleichsgenau im Verhältnis zur Quelle auf der Kassette. Die Frage "Was bedeutet analog?" kann (im Sinne der Nachrichten- und Fernmeldetechnik) beantwortet werden mit: Es ist die realitätsechteste Form der Aufnahme.

 


Digital: Berechenbarkeit von Daten


Was ist jedoch "digital" im Gegensatz zu analog und warum sollte es eine bessere Datenverarbeitung geben als eine, die ohnehin bereits unübertreffbar im Verhältnis die Wirklichkeit wiedergibt? "Digital" ist lateinisch und heißt "Finger". Es bezieht sich darauf, dass seinerzeit mit dem Finger gezählt wurde. Anders gesagt: Hier geht es um Zahlenfolgen. Computerprogramme rechnen nur mit Zahlen – nämlich mit binären Werten, mit Nullen und Einsen. Will man also ein Musikstück als solches auf einem Computer abspeichern, ist dies nicht möglich (das wäre auf einer Schallplatte etwa möglich, siehe oben).

 

Der Computer würde die elektrischen Schwingungen (analoge Messwerte) des Musikstückes in Datenpakete mit Nullen und Einsen (digitale Werte) umrechnen und diese dann speichern. Diese Zahlenkombinationen können dann durch Anwenderprogramme verändert, verschickt, auf einer Festplatte einfach lokalisiert werden. Und nur Zahlenfolgen genau dieser Art können überhaupt mit hoher Frequenz und deshalb mit hoher Schnelligkeit durch das Internet verschickt werden. Die analoge Technik erlaubt es, genau nur die Frequenz zu nutzen, die beim authentischen Umsetzen der E-Mail oder des Telefonanrufs entstanden.