DTMF (Dual tone multifrequency dialing)
Welche Nummer, bitte?
DTMF (Dual tone multifrequency dialing) kann im Deutschen mit dem Begriff "Duales Mehrfrequenzwählverfahren (MFV)" übersetzt werden. Es handelt sich hierbei um eine Methode, einer Telefonvermittlungsstelle zu "sagen", welche Telefonnummer ein Anrufer zu wählen beabsichtigte – oder auch, um Geräteteile der Fernmeldetechnik steuern zu können.
Wie es gemeint war
Dieses Wählverfahren kann zurückgeführt werden auf eine Technik, die in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt wurde. Dieses Multifrequenzwählverfahren war zunächst – in den Vereinigten Staaten – als Entwicklung der Bell Labs für die Firma AT & T entstanden. Dort diente es zunächst dazu, innerbetrieblich und dann im telefonischen Kundenverkehr zur zeitlichen Optimierung von Betriebsabläufen und Anfragen beizutragen. In Deutschland ersetzte dieses Wählverfahren im Jahre 1990 alle analogen Vermittlungseinheiten. Wie der Begriff bereits sagt, geht es hier um Frequenzen, d. h., die Übertragung von Ziffern wird analog in einer Überlagerung von zwei bestimmten Tönen ausgedrückt. Die Digitalisierung macht dies jedoch unnötig: Bei ISDN wie auch bei der Internettelefonie sind es Datenpakete, bestehend aus Einsen und Nullen, die sämtliche Informationen übertragen – auch wenn es um Sprachmenüs bei z. B. automatischen Anruf-Weiterverteilungssystemen geht.
Zwei Frequenzen werden zu einem Ton
Somit ist dies Verfahren – rein fernmeldetechnisch gesehen – Geschichte (wenn auch noch nicht ganz in allen Staaten der Erde); wie dies funktioniert, sei dennoch im Folgenden beschrieben: Man stelle sich eine Telefontastatur mit vier Spalten und vier Zeilen vor. In der ersten Zeile befinden sich die Tasten mit der Aufschrift 1, 2, 3, A, in der zweiten 4, 5, 6, B, in der dritten 7,8,9,C und in der vierten *,0,#,D. Für die erste Zeile gilt die Frequenz 697 Hertz, für die zweite 770 Hertz, für die dritte 852 Hertz und schließlich für die vierte 941 Hertz. Ähnlich wird auch je nach Spalte eine Frequenz festgelegt: links 1.209 Hertz, Mitte links 1.336 Hertz, Mitte rechts 1.477 Hertz und rechts 1.633 Hertz. Betätigt man nun eine der Tasten, entscheidet deren Position, welche beiden Frequenzen nun zugleich ertönen.





