Auerswald Telefonanlage
Familienunternehmen bei Wolfsburg
Im Jahre 1960 gründete Harro Auerswald sein Unternehmen auf 5.000 Quadratmeter Unternehmensfläche in Schandelah, Cremlingen im Kreis Wolfenbüttel. Zunächst waren es nur elektrotechnische Komponenten, die das Firmenprogramm ausmachten. Ab 1980 wurden Artikel der Consumerelektronik in das Programm hineingenommen, 1986 erfolgte die Entwicklung der ersten Auerswald Telefonanlage, zunächst für Privathaushalte. 1993 kam die nächste Anlage, diesmal komplett über den PC steuerbar. Je mehr sich nun ISDN-Anschlüsse verbreiteten, desto mehr waren Telefonanlagen gefragt, sodass Auerswald 1999 seine Systemtelefone für den Großkundenbereich vorstellte. Runde zwanzig Prozent beträgt der Marktanteil dieses Anbieters für vergleichbare Dienstleistungen in Deutschland.
Kommunikation in alle Länder
Nur noch werden die Produkte des Hauses in Schandelah hergestellt, nachdem sie dort auch entwickelt wurden. Man hatte eine Auslagerung der Fabrikation nach China versucht, jedoch war die Qualität nicht immer einzuschätzen gewesen. Sie am Ort herzustellen, macht ständige Kontrollen und etwaige Korrekturen nicht zu einem Aufwand. Grundsätzlich ist im Dienst- bzw. Herstellungsprogramm von Auerswald Folgendes enthalten: Telefonanlagen aller Art (Voice over Internet Protocol, Analog, ISDN), Systemtelefone (IP-Netze, UP0, S0), DECT-Telefone, Türsprechanlagen, Wählgeräte, jedoch keine Mobiltelefone. Vertriebsländer sind Griechenland, Portugal, Großbritannien, Österreich, Luxemburg, Spanien, Italien, die Niederlande, Belgien und mehr: insgesamt in 18 Ländern. Jährlicher Umsatz beläuft sich auf 22 Millionen Euro.
Was eine Anlage leistet
An eine gewöhnliche Telefonanlage aus dem Hause Auerswald können nicht nur bis zu 8 Telefone angeschlossen werden, sondern es ist die Möglichkeit gegeben, bis zu zehn verschiedene Zentralen in ein Unternehmen einzubinden – individuell nach Abteilung und unerheblich, mit welchem Betriebssystem die Anlage vom Anwender gesteuert wird. Sie ist per USB mit dem Computer zu verbinden, hat selbst auch Internetzugang – kann aber auch Türen und etwa Licht- oder Heizungsschaltvorgänge steuern. Namens- und/oder Rufnummernanzeige ist selbstverständlich, die Software der Anlage wird automatisch aktualisiert. Gebühren werden ausgewertet und protokolliert wie die Verbindungen auch, die genutzt wurden. SMS-Versand und -Empfang gehört ebenso zum Standard der Serie wie auch die Musik in der Warteschleife.






