Siedle
Ein Haus mit Rundumschutz
Das Unternehmen Siedle wurde im Jahre 1750 gegründet und ist auch heute, nach sieben Generationen, noch in Familienbesitz. Zunächst wurde es in Neukirch als Gießereibetrieb geführt; Gewichte, Glocken und andere Elemente, die für die Manufaktur von Uhren dienten. 1870 eröffnete man in Furtwangen die Fabrik, 1885 veränderte sich der Name zu "S. Siedle & Söhne". Nun ging es um Telegrafentechnik, auch Schwachstromteile. 1900 begann die Produktion von Fernsprechapparaten und 1928 begann man mit Tür- und Haussprechanlagen. Heute noch stehen sie am selben Standort und stellen Video- und Türsprechanlagen, Haustelefonie, Freisprechanlagen, Notsprechanlagen (Aufzüge), Signal- und Kommunikationssysteme für entsprechende Wohngemeinschaften oder -heime (Senioren), elektronische und biometrische Zugangskontrolle, Beleuchtungssysteme und automatische Gebäudeteile und -funktionen her und installieren diese. 2009 setzte Siedle 75 Millionen Euro um. Die Siedle Telefonanlage, nicht nur verbunden mit dem Türsprechsystem, hat in Deutschland einen Marktanteil von 50 Prozent – für Europa 20 Prozent, genauso hoch ist auch der Anteil an Exporten.
Kommunikation und Sicherheit sind eins
Wichtig war bei Siedle immer eines: Interdisziplinarität und Systembewusstsein. Gemeint ist: Der Firmenphilosophie liegt zugrunde, dass Spezialwissen und konkret auf ein Fach ausgerichtete Ausbildungen nur in einem Falle keinen Nachteil haben. Nämlich, wenn eine Gruppe zusammenarbeitet. Es ist in keinem Falle nur der Telefontechniker, der ins Haus kommt und alles einbaut – sondern am Konzept sind Elektrotechniker, Sicherheitstechniker, Architekten und auch Spezialisten für die Schließtechnik beteiligt. All diese Kenntnisse fügen sich zusammen, wenn es darum geht, Sicherheit nur als ein anderes Wort für Kommunikation zu verstehen – oder umgekehrt. Kommunikation hier nicht nur mit anderen Telefoniepartnern gemeint ist, sondern mit Gegenständen.
Eine Telefonanlage steuert auf Eingabe das Garagentor, das Licht, sämtliche Eingänge, Rollläden, auch die Heizung und kann gleichzeitig auf mehrere Amtsleitungen zugreifen, Freisprech-Vorrichtungen sind eingebaut. Überwachungskameras werden durch die Telefone aktiviert und programmiert – sämtliches geschieht auch durch Fernabfrage. Kommunikation kann auch gemeint sein mit Besuchern, die sich in einem unübersichtlichen Gebäude zurechtfinden sollten: Hier spielt Orientierungstechnik eine Rolle – das richtige Zeichen am richtigen Platz, um den kürzesten Weg zu finden.






