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ISDN Modem

 

 

Was leistet ein solches Gerät?

 

Das Wort "ISDN Modem" bezeichnet eine bestimmte Hardware, die einen Computer mit einer ISDN-Leitung verbindet. Es werden alle möglichen Arten von vorher digitalisierten Signalen (Bild, Daten, Ton) von entsprechender Software für die Anwendernutzung aufgeschlüsselt. Hardware, die für diese Funktion vorgesehen ist, kann durch ein externes Gerät diesen Bedarf erfüllen. Schneller funktioniert jedoch die Datenübertragung, wenn die Geräte per USB miteinander verbunden sind, eine PCMCIA-Karte als Modem fungiert oder das Einbauteil eines Notebooks etwa dafür vorgesehen ist.

 



Das Kürzel PCMCIA entstand im Jahre 1990 und verweist auf die Worte "Personal Computer Memory Card International Association". Hier ist gemeint, dass standardmäßig hergestellte Bauteile werkseitig für eine Reihe von Funktionen vorprogrammiert werden können, unter anderem eben auch dafür, ISDN-Signale zu empfangen und als Internetgeschehen aufzuschlüsseln. Dies kann für Privatkunden bis zu 64 kbit pro Sekunde heißen, wenn sie jedoch verschiedene Leitungen bündelt, sind theoretisch 144 kbit möglich, praktisch 120 kbit. Für den professionellen Bereich möglich sind Datenraten per ISDN letzten Endes bis zu 1,9 Mbit bzw. auch bis zu 136 Mbit pro Sekunde ist streng genommen machbar.

 

 

Es ist kein Modem!

 

Das Wort "Modem" ist hier technisch nicht korrekt. "Modem" ist nämlich ein zusammengesetztes Kunstwort aus den Begriffen "Modulation" und "Demodulation", womit auf die Übertragung von Daten in Amplituden-(=Wellen)form angespielt wird. Anders gesagt: Indem ein Sender einen Kurzwellen-, Mittelwellen-, Ultrakurzwellensender im Amateurfunk oder in anderen Zusammenhängen bedient, werden Schallwellen in elektrische Wellen umgewandelt (nämlich moduliert) – bis sie dann durch eine Lautsprechereinheit des Empfängers wieder hörbar gemacht bzw. auch in Maschinenbefehle umgesetzt (nämlich demoduliert) werden.

 

ISDN arbeitet nicht mit Wellen, sondern digitalisiert Informationen. Das heißt hier: Informationssignale, die empfängerseitig codiert wurden, können hier durch Bild-, Text- und Klang verarbeitende Software für das menschliche Empfindungsvermögen sinnvoll wahrnehmbar gemacht werden. Es sind hier sogenannte "Datenpakete", die abgeschickt werden und die in ihrer Empfangsqualität klar bleiben. Lichtübertragung in Glasfaserkabeln schmälert weder den Wert einer Information je nach Entfernung (wie es noch analog der Fall ist) noch ist sie durch Störung angreifbar.