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Systemtelefon

 

 

Die Systemtelefonie und der Raum


Nur Kommunikationen machen ein System möglich. Nur effektive Telekommunikation macht ein Wirtschaftssystem aus. Dazu dient Systemtelefonie. Diese kann alle Beteiligten eines Unternehmens – gleichgültig, wie sie im Raum verteilt sind – an Kommunikation beteiligen. Mit anderen Worten: Unterschiedliche Stockwerke, Gebäudetrakte, auch Unternehmensteile in unterschiedlichen Stadtteilen oder mobile Mitarbeiter können in eine Telefonie eingebunden werden, die eine unbedingte betriebsinterne Erreichbarkeit gewährleistet. Um dies zu verdeutlichen: Jede Polizeidienststelle im gesamten Bundesgebiet ist einem Netzwerksystem der Polizei zugeordnet. D. h., netzintern bestehen nur kurze Wahlnummern, um z. B. von München nach Hamburg in eine entsprechende Abteilung zu wählen. Auch kann z. B. ein Polizeibeamter im Außendienst über eine Bürowahlnummer erreicht werden, die seinem Mobiltelefon zugewiesen wird.



Dies kann – auch in beliebigen Unternehmen – nur funktionieren, wenn Systemtelefonie die technischen Mittel verschiedener Kommunikationstechnik auszunutzen vermag: Über ISDN kann mit denselben Geräten telefoniert werden wie über GSM oder VoIP – je nach Bedarf, je nach grundsätzlicher Voreinstellung und technischer Abdeckung kann zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten gewechselt werden.

 

Systemtelefonie und andere Geräte

 


In eine Systemtelefonie sind sämtliche Geräte eingebunden, die mit Telekommunikation auch nur im Entferntesten zu tun haben. Dies kann sicherlich jedes Telefon sein, jedoch auch analoge und digitale Faxgeräte sowie auch Videotelefonapparate oder Handys. Ihnen kann eine jeweilige Nebenstellenanschlussnummer zugewiesen werden – unabhängig von ihrem tatsächlichen Standort. Weiterhin können auch PCs angeschlossen werden – um daraus beispielsweise Anruferverzeichnisse herauszulesen.

 

Das Systemtelefon und seine Funktionen


Die Eigenschaften der Systemtelefonie finden in den sogenannten Systemtelefonen eine besondere Anwendung. Diese Apparate sind z. B. in der Lage, eine zuvor einprogrammierte automatische Anrufverteilung durchzuführen (d. h. bei wie viel mal Klingeln soll wer abheben können?).

 

Weiterhin sind es die Funktionen, die bei Mobilfunktelefonen Standard geworden sind: Anklopfen, elektronischer Anrufbeantworter, Makeln, veränderte Rufnummernumleitungen (bei besetzt, bei Nichtannahme, an eine bestimmte Nummer, nach einer bestimmten Anzahl Klingeltöne, Halten, Rückruf, wenn wieder frei, Kurzwahl, Protokoll von Zeit, Häufigkeit und Anrufer-Identifikationen, Uhrzeit, Datum. Andere Funktionen erinnern den Leser an Call- oder Kundencenter: Warteschlange, Nachtbetrieb, Weiterleitung aus einer Warteschlange an die besetzte Nebenstelle. Es handelt sich bei einem solchen Telefon um ein regelrechtes "Pfortentelefon", wie man es generell aus Pforten oder Telefonzentralen kannte. Doch derlei Apparate, die netzwerkgebunden sind, d. h., außerhalb des ihnen zugewiesenen Systems nicht arbeiten können, sind auch Werkzeuge für Abteilungsleiter und Chefsekretärinnen.